Lot 2540 Limit € 500
Öl auf Leinwand, DIE HEILUNG DES BLINDEN, um 1840, in südländische Landschaft gesetzte Figurenszene, die Heilung des Blindgeborenen darstellend, nach der Bibelgeschichte im Johannesevangelium, links unten monogrammiert A.G.S., darunter tlw. undeutlich Ortsangabe HANNOV.., Altersspuren, tlw. krakeliert, min. Fehlstellen in der Malschicht, insg. aber schön erhalten, goldstuckierte fein mit Akanthusblatt und Lorbeer verzierte Rahmung (min. best.), ca. 78,5 x 110 cm, mit Rahmen ca. 96 x 126 cm. Der Bildaufbau ist zweigeteilt: rechts steht Jesus umgeben von seinen zwölf Jüngern, links der blinde junge Mann umringt von einer vielfältigen Menschengruppe, die teils hoffnungsfroh, teils erstaunt bis hin zu wütend auf die sich anbahnende Heilung reagiert. Die fein ausgeführte lasierende Malerei überzeugt durch Variationsreichtum in der Personendarstellung, ein wohl komponiertes Blickgefüge und teilweise bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Stofflichkeiten. Angelehnt an die romantisch-religiöse Malerei der Nazarener verwendet August Gottlieb Schmidt klar konturierte Formgebungen, leuchtende Farben, verinnerlichte Gesichtszüge und wallende Gewänder mit starkem Faltenwurf. Zur Biografie: Ab 1817 Studium an der Dresdner Kunstakademie bei Johann Carl Rösler, 1822 Gratifikation der Akademie für die Qualität seiner Arbeiten, ab 1835-64 als Zeichenlehrer an der Militärakademie Hannover sowie anschließend an der Kadettenanstalt tätig, von 1834-67 mit insg. 43 Bildern an den Ausstellungen des Hannoveraner Kunstvereins beteiligt. Das Gemälde AUF DER BRANDSTÄTTE von 1844 im Bestand des Landesmuseums Hannover.